Donald Sutherland
gehört zu den bedeutendsten Schauspielern Hollywoods. Seine schauspielerische
Bandbreite erstreckt sich von „Das dreckige Dutzend“ über Robert Altmans
„M.A.S.H.“, Nicolas Roegs "Don't look now", Federico Fellinis "Casanova" bis zur „Tribute von Panem“-Reihe.
Die Academy of
Motion Picture Arts and Sciences hat ihn deswegen am 11.
November mit dem Ehren-Oscar® im Rahmen der
Governors-Awards-Gala in Los Angeles geehrt.
Auf der großen Leinwand ist
Donald Sutherland ab 04. Januar 2018 an der Seite von
Helen Mirren in Paolo Virzìs neuem bewegenden Film DAS LEUCHTEN DER
ERINNERUNG (OT: THE LEISURE SEEKER) zu sehen.
Montag, 20. November 2017
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Vier Animationsfilme und vier Komödien für die European Film Awards 2017 nominiert
Die European Film Academy gibt jeweils
vier Nominierungen für die Preiskategorien EUROPEAN ANIMATED FEATURE FILM 2017
und EUROPEAN COMEDY 2017 bekannt.
NOMINIERT FÜR E UROPEAN ANIMATED FEATURE FILM 2017:
NOMINIERT FÜR EUROPEAN COMEDY 2017:
Die Nominierungen für die Kategorie
ANIMATED FEATURE FILM wurden von einem Komitee bestehend aus dem
stellvertretenden EFA Vorstandsvorsitzenden Antonio Saura (Spanien), EFA Vorstandsmitglied Ira
von Gienanth (Deutschland),
EFA Mitglied Anja Šošić (Polen)
sowie den CARTOON Repräsentanten Christian Davin (Frankreich), Moe
Honan
(Irland) und Alessandro Rak (Italien) ausgewählt.
Für die Kategorie KOMÖDIE bestand das Komitee aus
den EFA Vorstandsmitgliedern Henning Kamm (Deutschland) und Ada Solomon (Rumänien), den
EFA Mitgliedern Nacho Carballo (Spanien) und Nik
Powell (Großbritannien) sowie dem Verleiher Hrvoje Laurenta (Kroatien).
NOMINIERT FÜR E UROPEAN ANIMATED FEATURE FILM 2017:
ETHEL & ERNEST
Großbritannien, Luxemburg
94 min
Drehbuch & Regie: Roger Mainwood
Produktion: Camilla Deakin, Ruth Fielding & Stephan Roelants
Animation: Peter Dodd
|
LOUISE EN HIVERFrankreich, Kanada
75 min Drehbuch & Regie: Jean-François Laguionie Produktion: Jean-Pierre Lemouland & Galilé Gauvin-Marion
Animation: Lionel Chauvin & Joahanna Bessière
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LOVING VINCENT
Polen, Großbritannien 94 min Regie: Dorota Kobiela & Hugh Welchman Drehbuch: Dorota Kobiela, Hugh Welchman & Jacek Dehnel Produktion: Hugh Welchman, Ivan Mactaggart & Sean Bobbitt
Animation: Piotr Kolski
|
ZOMBILLÉNIUM
Frankreich, Belgien 80 min Drehbuch & Regie: Arthur de Pins & Alexis Ducord Produktion: Henri Megalon & Léon Pérahia
Animation: David Nasser
|
NOMINIERT FÜR EUROPEAN COMEDY 2017:
KING OF THE BELGIANSBelgien, Niederlande, Bulgarien
94 min
Drehbuch & Regie: Jessica Woodworth & Peter Brosens
Produktion:
Peter Brosens, Jessica Woodworth, François Touwaide, Frans van Gestel,
Arnold Heslenfeld, Laurette Schillings, Mira Staleva & Stefan
Kitanov
|
THE SQUARE
Schweden, Deutschland, Frankreich, Dänemark
145 min
Drehbuch & Regie: Ruben Östlund
Produktion: Erik Hemmendorff & Philippe Bober
|
VINCENT
Belgien, Frankreich
121 min Regie: Christophe van RompaeyDrehbuch: Jean-Claude van RijckeghemProduktion: Dries Phlypo, Jean-Claude van Rijckeghem, Emmanuel Giraud & Aurélie Bordier |
WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNSDeutschland
116 min Drehbuch & Regie: Simon Verhoeven Produktion: Quirin Berg, Max Wiedemann, Michael Verhoeven & Stefan Gärtner |
In
Kürze stimmen die mehr als 3.000 EFA-Mitglieder über die Gewinner ab.
Die Preise für European Comedy und European Animated Feature Film 2017
werden bei der Verleihung der 30. European Film Awards am Sonnabend, den
9. Dezember in Berlin bekannt gegeben.
Dienstag, 24. Oktober 2017
"Das Leuchten der Erinnerung" - Deutsche Titel für "The Leisure Seeker" steht fest
"The Leisure Seeker" ist der Name eines Oldtimer-Wohnmobils, mit dem das in die Jahre gekommene Ehepaar Ella (Helen Mirren) und John (Donald Sutherland) eines Tages aufbricht, um seinem Alltag zwischen Artbesuchen und den Ansprüchen der erwachsenen Kinder zu entfliehen. Von Wellesley, Massachusetts führt der Weg die Ostküste der USA bis hinunter zum Hemingway-Haus in Key West.
Regisseur Paolo Virzi („Die Überglücklichen“, „Die süße Gier“) schickt seine beiden Protagonisten auf einen Roadtrip ins Ungewisse, mit amüsanten und riskanten Situationen, bei der die Vergangenheit in Gestalt alter Dias und die Gegenwart des heutigen Amerika die beiden begleiten.
Der Film basiert auf dem Roman von Michael Zadoorian, das Drehbuch hat Virzi zusammen mit Francesca Archibugi, Francesco Piccolo und Stephen Amidon verfasst, als deutscher Kinostart ist unter dem Titel "Das Leuchten der Erinnerung" der 04. Januar 2018 vorgesehen.
Regisseur Paolo Virzi („Die Überglücklichen“, „Die süße Gier“) schickt seine beiden Protagonisten auf einen Roadtrip ins Ungewisse, mit amüsanten und riskanten Situationen, bei der die Vergangenheit in Gestalt alter Dias und die Gegenwart des heutigen Amerika die beiden begleiten.
Der Film basiert auf dem Roman von Michael Zadoorian, das Drehbuch hat Virzi zusammen mit Francesca Archibugi, Francesco Piccolo und Stephen Amidon verfasst, als deutscher Kinostart ist unter dem Titel "Das Leuchten der Erinnerung" der 04. Januar 2018 vorgesehen.
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Filmfest Hamburg - Nominierungen für den European University Film Award (EUFA)
Beim
Filmfest Hamburg wurden die Nominierungen für
den 2016 erstmals präsentierten EUFA
nominiert. Die Auszeichnung wird von Universitätsstudenten aus
Europa vergeben, für 2017 sind aus 51 Spielfilme und 15
Dokumentarfilme die folgenden fünf Filme
ausgewählt:
HERZSTEIN
Island, Dänemark
129 Min
Drehbuch & Regie: Guðmundur Arnar Guðmundsson
Produktion: Anton Máni Svansson, Lise Orheim Stender, Jesper Morthorst & Guðmundur Arnar Guðmundsson
Island, Dänemark
129 Min
Drehbuch & Regie: Guðmundur Arnar Guðmundsson
Produktion: Anton Máni Svansson, Lise Orheim Stender, Jesper Morthorst & Guðmundur Arnar Guðmundsson
HOME
Belgien
103 Min
Regie: Fien Troch
Drehbuch: Fien Troch & Nico Leunen
Produktion: Antonino Lombardo
Belgien
103 Min
Regie: Fien Troch
Drehbuch: Fien Troch & Nico Leunen
Produktion: Antonino Lombardo
NELYUBOV
Russland, Belgien, Deutschland, Frankreich
127 Min
Regie: Andrey Zvyagintsev
Drehbuch: Oleg Negin & Andrey Zvyagintsev
Produktion: Alexander Rodnyansky, Sergey Melkumov & Gleb Fetisov
Russland, Belgien, Deutschland, Frankreich
127 Min
Regie: Andrey Zvyagintsev
Drehbuch: Oleg Negin & Andrey Zvyagintsev
Produktion: Alexander Rodnyansky, Sergey Melkumov & Gleb Fetisov
DIE ANDERE SEITE DER HOFFNUNG
Finnland, Deutschland
100 Min
Drehbuch, Regie & Produktion: Aki Kaurismäki
Finnland, Deutschland
100 Min
Drehbuch, Regie & Produktion: Aki Kaurismäki
THE WAR SHOW
Dänemark, Syrien, Finnland
100 Min
Regie: Andreas Dalsgaard & Obaidah Zytoon
Produktion: Miriam Nørgaard & Alaa Hassan
Dänemark, Syrien, Finnland
100 Min
Regie: Andreas Dalsgaard & Obaidah Zytoon
Produktion: Miriam Nørgaard & Alaa Hassan
Die
nominierten Filme werden bis zum 5. Dezember in den
Hochschulklassen der teilnehmenden 21 Universitäten gesichtet und
diskutiert. Jede Institution wählt anschließend ihren Favoriten und
stellt einen Delegierten, der die Hochschule bei einem Treffen Anfang
Dezember vertritt, bei dem über den Gewinnerfilm abgestimmt wird.
Der
Gewinner des European University Film Award (EUFA) wird am 8. Dezember,
am Vorabend des 30. Europäischen Filmpreises, in Berlin bekannt
gegeben.
Die Jury bestand in diesem Jahr aus Fabian Gasmia (Produzent / Deutschland), Juho Kuosmanen (Regisseur / Finnland), Elli Mastorou (Journalistin / Belgien und Griechenland) und Dagmar Brunow (Linnaeus Universität / Schweden).
Ziel
der Initiative ist es, ein jüngeres Publikum zu erreichen, die
"europäische Idee" zu verbreiten und studentischen Zuschauern den Geist
des europäischen Kinos näher zu bringen. Zudem sollen dadurch
Filmbildung und Diskussionskultur unterstützt werden.
Die Initiative wird von der Körber-Stiftung (www.koerber-stiftung.de) und der Joachim Herz Stiftung unterstützt und in Zusammenarbeit mit NECS–European Network for Cinema and Media Studies (www.necs.org) durchgeführt.
Mittwoch, 4. Oktober 2017
News zu "Bohemian Rhapsody"
Die Dreharbeiten zu dem Queen-Film BOHEMIAN RHAPSODY haben begonnen.
Kürzlich sind Aidan Gillen und Tom Hollander zum Cast dazugestoßen. Gillen (GAME OF THRONES) wird John Reid spielen, Queens Manager von 1975 bis 1978 und Tom Hollander (SOLANGE ICH ATME,THE NIGHT MANAGER,MISSION IMPOSSIBLE-ROGUE NATION) Jim Beach, der 1978 übernahm.
Rami Malek (MR.ROBOT) wird den legendären Frontmann Freddie Mercury darstellen, weiter dabei sind Ben Hardy (als Roger Taylor) und Gwilym Lee (als Brian May) sowie Joe Mazzello und Lucy Boynton.
Regie führt Bryan Singer, Kira Goldberg betreut das Projekt für Twentieth Century Fox. Der deutsche Kinostart ist für den 27. Dezember 2018 vorgesehen.
Kürzlich sind Aidan Gillen und Tom Hollander zum Cast dazugestoßen. Gillen (GAME OF THRONES) wird John Reid spielen, Queens Manager von 1975 bis 1978 und Tom Hollander (SOLANGE ICH ATME,THE NIGHT MANAGER,MISSION IMPOSSIBLE-ROGUE NATION) Jim Beach, der 1978 übernahm.
Rami Malek (MR.ROBOT) wird den legendären Frontmann Freddie Mercury darstellen, weiter dabei sind Ben Hardy (als Roger Taylor) und Gwilym Lee (als Brian May) sowie Joe Mazzello und Lucy Boynton.
Regie führt Bryan Singer, Kira Goldberg betreut das Projekt für Twentieth Century Fox. Der deutsche Kinostart ist für den 27. Dezember 2018 vorgesehen.
Blade Runner 2049: Ab 05. Oktober 2017 im Kino
Dreißig Jahre nach dem ersten Film macht sich nun der neue Blade Runner (Ryan Gosling) an die Arbeit und fördert ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage. Es gibt ein Wiedersehen mit Rick Deckard (Harrison Ford), Regie führt der in Québec geborene Frankokanadier Denis Villeneuve.
Villeneuve gilt als einer der
talentiertesten Filmemacher seiner Generation und eröffnet mit seinen
Filmen immer wieder neue Blickwinkel. Seine Werke erfahren auf Festivals regelmäßig Anerkennung. Nach
zahlreichen Musikvideos und Kurzfilmen veröffentlichte er 1998 seinen
ersten Film in Spielfilmlänge. DER 32. AUGUST AUF
ERDEN erregte internationales Aufsehen und feierte bei den
Filmfestspielen von Cannes Premiere. Auch sein zweiter Spielfilm, das
Drama MAELSTRÖM, wurde mit zahlreichen Preisen
ausgezeichnet, darunter der FIPRESCI-Preis auf der Berlinale, und
verhalf Denis Villeneuve zum internationalen Durchbruch. 2008
veröffentlichte er den Kurzfilm NEXT DOOR, der auf
über 150 Filmfestivals auf der ganzen Welt gezeigt wurde und über 50
Auszeichnungen erhielt.
Seine erste Oscar®-Nominierung
erhielt Denis Villeneuve 2011 für sein französischsprachiges Drama DIE
FRAU DIE SINGT – INCENDIES, das von Kanada als „Bester fremdsprachiger
Film“ ins Rennen um den begehrtesten
Filmpreis geschickt wurde. 2012 folgte sein erster englischsprachiger
Film ENEMY, in dem Jake Gyllenhaal die Hauptrolle übernahm. Das herausragende Drama PRISONERS im Jahr 2014 mit Hugh Jackman und wiederum Jake Gyllenhaal erhielt viel Beifall auf dem Zürich Film Festival. Im
Jahr darauf gelang Villeneuve mit SICARIO erneut ein Erfolg, mit dem er
Kritiker und Zuschauer gleichermaßen überzeugen
konnte. Der Thriller mit Emily Blunt, Benicio del Toro und Josh Brolin
feierte in Cannes Premiere und wurde insgesamt für drei
Oscars® nominiert. Zuletzt faszinierte
Denis Villeneuve das Publikum mit dem Science-Fiction-Drama ARRIVAL, in
dem u.a. Amy Adams und Jeremy Renner zu sehen sind. Der Film wurde
für acht Academy Awards® nominiert, darunter als „Bester Film“ und Villeneuve selbst als „Bester Regisseur“.
Nun können sich die Zuschauer auf sein neuestes Werk freuen, hier ein kleiner Vorgeschmack:
Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Ryan Gosling, Ana de Armas, Sylvia Hoeks, Robin Wright, Mackenzie Davis,Carla Juri, Lennie James, Dave Bautista, Jared Leto
Produzenten: Andrew A. Kosove, Broderick Johnson, Bud Yorkin und Cynthia Yorkin
Darsteller: Ryan Gosling, Ana de Armas, Sylvia Hoeks, Robin Wright, Mackenzie Davis,Carla Juri, Lennie James, Dave Bautista, Jared Leto
Produzenten: Andrew A. Kosove, Broderick Johnson, Bud Yorkin und Cynthia Yorkin
Executive Producer: Ridley Scott, Tim Gamble, Frank Giustra, Yale Badick, Val Hill sowie Bill Carraro
Freitag, 22. September 2017
Film-News zu "Mord im Orient Express"
Neuer Trailer zum Film "Mord im Orient Express":
https://www.youtube.com/watch?v=Iy566_Nn7lc
Start der Neuverfilmung des Krimiklassikers: 09. November 2017
Regie: Kenneth Branagh
basierend auf der Vorlage von Agatha Christie
Darsteller: Tom Bateman, Penélope Cruz,
Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Derek Jacobi, Michelle Pfeiffe u.a.
Film-News zu "The Leisure Seeker"
Neuer Kinostart für "The Leisure Seeker":
04. Januar 2018 im Concorde Filmverleih
04. Januar 2018 im Concorde Filmverleih
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Regie: Paolo Virzì (Die Überglücklichen, Die süße Gier)
Darsteller: Helen Mirren, Donald Sutherland
Drehbuch: Paolo Virzì, Francesca Archibugi, Francesco Piccolo, Stephen Amidon b/a dem gleichnamigen Roman von Michael Zadoorian
Kamera: Luca Bigazzi
Zum Inhalt: Ella (Helen
Mirren) und John (Donald Sutherland) sind schon viele Jahre verheiratet.
Das Leben des in die Jahre gekommenen Ehepaares wird mittlerweile aber
größtenteils von ihren Arztbesuchen und den Bedürfnissen und Ansprüchen
ihrer Kinder bestimmt. Um ein letztes richtiges Abenteuer zu erleben,
beschließen die beiden, sich in ihrem Oldtimer-Wohnmobil, auf die Reise
entlang der US-Ostküste - von Boston bis nach Florida - zu begeben. Der
Beginn einer Reise von der keiner weiß, wohin sie die beiden führen
wird…
Der Film feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig.Montag, 13. März 2017
Gedanken zum Tag: Türkischer Minister macht aus deutscher Talkshow eine Wahlkampfveranstaltung
Am vergangenen Sonntag war der türkische Jugend- und
Sportminister Akif Cagatay Kilic zu Gast bei Anne Will. Neben ihm war nur noch
Kanzleramtsminister Peter Altmeier geladen. Das Thema der kleinen Runde lautete
„Welcher Weg führt aus der Krise mit der Türkei?“ Am Ende hatte Kilic es nicht
nur geschafft, für seine Partei AKP und das anstehende Referendum Wahlkampf zu
betreiben, sondern auch das gutgemeinte Angebot zur Deeskalation der aktuellen
Krise ad absurdum geführt. Man ließ ihn widerspruchslos alles ausbreiten, was
er sich vorgenommen hatte. Im Gegenzug bekam er mehrfach die Gelegenheit, den
von Erdogan erhobenen absurden und widerlichen Vorwurf, Deutschland wende
Nazimethoden an zu entkräften oder sich dafür zu entschuldigen – er tat es
nicht!
Kilic wuchs in Deutschland auf, spricht hervorragend Deutsch
und bewies dies auch, aber immer dann, wenn er seinen Landsleuten etwas
Wichtiges in Bezug auf das Referendum mitzuteilen hatte wechselte er flugs ins
Türkische. Mit sichtlichem Vergnügen genoss er es, dass die Gastgeberin und
sein Gegenüber Altmeier ihn mit aller Vorsicht behandelten und ihn mit
keinerlei harten Fragen zu den Themen inhaftierte Journalisten in der Türkei, Säuberung
der Justiz und der Beamtenschaft sowie dem Allmachtsanspruch von Präsident
Erdogan unter Druck setzen wollten, um die Lage nicht noch zu verschärfen. Er
nutzte dies schamlos aus, bediente sich eines üblen Taschenspielertricks, um
sein Ziel zu erreichen, weswegen er überhaupt nach Deutschland gereist war. Es
gab keine Möglichkeit, ihn daran zu hindern, seine Wahlkampfreden abzusondern,
außer ihm harsch das Wort abzuschneiden – und ihm damit wieder einen Beleg
dafür zu liefern, wie faschistisch es doch in Deutschland zugeht. Es war ein
Fehler, ihn jemals in diese Talkshow einzuladen.
Ein wichtiger Punkt, den Altmeier erzielte, ging fast unter,
aber wer unter den türkischen Zuschauern, für die Kilic diese
Wahlkampfveranstaltung gedacht hatte, aufmerksam zugehört hat, sollte darüber
ins Grübeln kommen. Kilic beklagte mit angewidertem Gesicht eine
Titelgeschichte des SPIEGEL nach dem Putsch in der Türkei und wollte wieder
einmal darauf hinweisen, wie schlecht stets über sein Land berichtet wird.
Altmeier konterte dies mit dem Hinweis, dass auch er nicht immer über alle
SPIEGEL-Titel erfreut sei, dies sei aber der Preis für die Pressefreiheit, die
es in Deutschland eben gebe. Darauf fiel Kilic das erste Mal an diesem Abend
nichts mehr ein.
An alle türkischen Staatsbürger, die im April zur Abstimmung
aufgerufen sind, Präsident Erdogan noch mehr Macht in die Hände zu geben:
überlegt es euch gut. Auch in Deutschland hat es – wenn wir schon bei
Vergleichen sind – ein Ermächtigungsgesetz gegeben, wir haben es bitter bereut!
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