Mittwoch, 31. August 2016

Vollverschleierung 2


"Ich liebe meinen Nikab" 

 

 Im SPIEGEL 35/16 war das Interview mit einer Nikab-Trägerin zu lesen, die das Verbot einer Vollverschleierung in Deutschland absurd findet.


Sie erklärt, erst durch ihren Nikab fühle sie sich frei, also dadurch, dass sie sich im öffentlichen Raum komplett bedeckt und lediglich einen Blick auf ihre Augenpartie gestattet. Frei, selbstbestimmt und weniger angreifbar. Was für ein Problem diese Frau auch haben mag, sie sollte es nicht mit Hilfe eines Schleiers zu lösen versuchen.


Wenn es Zweifel daran gegeben hat, dass Burka oder Nikab religiös bedingt sind, dann sind diese nach dem Gespräch mit der Konvertitin endgültig bestätigt worden.


Mit keinem Wort führt sie selbst religiöse Aspekte für die Notwendigkeit der Vollverschleierung an, sondern ihr persönliches Problem, sich ansonsten nicht mit Männern „auf Augenhöhe“ unterhalten zu können. Als Neutrum möchte sie wahrgenommen werden und nicht als Frau. Ernsthaft?


„Freiheit scheint in Deutschland über das Aussehen definiert zu sein. Je nackter, desto freier“ Gute Frau, möchte man ihr zurufen, missbrauchen Sie nicht die Symbole anderer zu ihren eigenen Zwecken!


Dass die Vollverschleierung in Deutschland (noch) nicht zum Straßenbild gehört, ist für sie – und hier hat sie durchaus prominente Gleichgesinnte hinter sich – ein Grund, die Diskussion hierüber als absurd einzustufen. Ihre Aussage, Burka- und auch Nikabträgerinnen zu begegnen, sei „wie ein Sechser im Lotto“, klingt dann allerdings eher wie das Bemühen einer saturierten Mittelstandsfrau, sich aus der Masse herauszuheben.


Die auch von ihr bedauernd zur Kenntnis genommenen unterdrückten Frau „in vielen arabischen Ländern“, die „gezwungen werden, sich zu verschleiern“ kommen bei ihr nur am Rande vor und werden mit einem Achselzucken abgetan, als aufgrund kultureller Strukturen zwangsweise verschleiert, was aber (in ihren Augen) antiislamisch ist. Aha.


Wenn sie dies alles tatsächlich ernst mein, dann stimmt auch das endlich: Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke! (GeorgeOrwell).


(Nachzulesen hier: http://www.spiegel.de/spiegel/verschleierte-frauen-ich-liebe-meinen-nikab-a-1109873.html oder in der SPIEGEL-Ausgabe Nr. 35/16)


Dienstag, 23. August 2016

Vollverschleierung


Gedanken zum Tag

Offensichtlich müssen wir uns damit abfinden, dass es in der muslimischen Kultur noch ein paar Jahrhunderte braucht, bis sich der männliche Teil der Gesellschaft an den Anblick von Frauen in der Öffentlichkeit gewöhnt hat, was eine Vollverschleierung eben dieser Frauen notwendig macht.

Es scheint für diese Männer eine Zumutung, den Sexualtrieb soweit unter Kontrolle zu bringen, dass man einer Frau, die nicht die eigene und auch weder Mutter noch Schwester ist, unbefangen gegenübertreten kann. Bis das irgendwann erreicht ist, bin ich dafür, da auch der Anblick mancher Männer in der Öffentlichkeit eine Zumutung darstellt, für diese - wenigstens am Strand oder generell im Sommer - eine Vollverschleierung einzuführen.

Donnerstag, 4. August 2016

Gedanken zum Tag - ChiaSamen

Eigentlich wollte ich zum Start etwas über die brennenden Fragen unserer Tage schreiben – Terrorgefahr, Flüchtlinge, Griechenland (da war doch mal was?) – aber dann drängte sich ein anderes Thema auf, an dem ich nicht einfach vorbeigehen konnte: Chia-Samen!

Vom (teuren) Geheimtipp hat es dieses neue Nahrungsmittel mittlerweile bereits in die Regale der Supermärkte geschafft. Nicht die Salbeipflanze aus der Familie der Lippenblütler an sich, sondern ihre kleinen Samenkörner erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, gaben sie angeblich schon den Mayas und Azteken Kraft und Stärke. Das kann so verkehrt nicht sein, denkt man sich. Sieht man einmal davon ab, dass dieses Nahrungsmittel den weiten Weg von Mexiko in unsere Küchen zurücklegen muss.


Die kleinen Körner sollen einen hohen Anteil der viel gepriesenen ungesättigten (essentiellen) Fettsäuren enthalten, einen ebenso bemerkenswerten Anteil Eiweiß sowie Vitamin B, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink… wer hat uns dieses Wundermittel eigentlich so lange vorenthalten?

Bisher gibt es auch noch keinerlei Warnhinweise, diese werden aber sicher nicht lange auf sich warten lassen. Ein neues Produkt durchläuft in der Regel einen bestimmten Zyklus, am Anfang steht Begeisterung, bald gefolgt von einer gewissen Ernüchterung, die in manchen Fällen schnell in Panik übergeht. Bevor es soweit kommt, werde ich das Produkt beherzt im Selbstversuch testen, was soll schon passieren? Der Geschmack ist neutral, man kann die Körner ohne Probleme über alles schütten oder in alles hineinmischen, ich fühle schon, wie sie ihr segensreiches Werk in meinem Körper in Angriff nehmen, vegan und glutenfrei. Ich muss auf dem richtigen Weg sein…

Gerade habe ich gelesen, dass die altbackenen Leinsamen einen ähnlichen Effekt haben… Na ja…