Freitag, 9. Februar 2018

Russland verbietet "The Death of Stalin"


Armando Iannuccis Film "The Death of Stalin", der auf dem Toronto Film Festival von der Presse gefeiert wurde und in den USA und Großbritannien bereits angelaufen ist, wurde kurz vor der geplanten Premiere in Moskau die bereits erteilte Vertriebslizen wieder entzogen. 

Zur Begründung wurde angeführt, bei der britisch-französischen Produktion mit Steve Buscemi und Jeffrey Tambor handele es sich um "Verbreitung von Informationen, die auf dem Territorium der Russischen Föderation illegal" seien. Die Vorsitzende des Kulturkomitees der Duma, Jelena Drapenko, erklärte, dass sie in ihrem "Leben noch nie etwas so Ekelhaftes gesehen" habe, der Film sei eine Verunglimpfung der sowjetischen Geschichte. 

Iannucci selbst reagierte auf das Verbot mit den Worten, er hoffe, den Film doch noch in Russland zeigen zu können. "Alle Russen, die den Film gesehen haben, inklusive der Presse, haben ihn genossen. Sie fanden ihn lustig und wahr." Die auf wahren Begebenheiten beruhende Satire macht sich mit tiefschwarzem Humor über das absurde Gebalge um Josef Stalins Erbe lustig. Weitere Darsteller sind Michael Palin, Jason Isaacs und Rupert Friend, der geplante deutsche Start ist der 29. März 2018.

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